Für Führungsbeamte der Kirche

„Ein Priestertumsführer kann helfen, wenn ein Suchtkranker ihn um Rat bittet. Er kann ihn gegebenenfalls an qualifizierte, anerkannte Suchtberater und an den Familiendienst der Kirche verweisen. Das Genesungsprogramm für Suchtkranke basiert auf den Zwölf Schritten der Anonymen Alkoholiker und ist über den Familiendienst der Kirche erhältlich.“ (M. Russell Ballard, „O welch schlauer Plan des Bösen!“, Liahona, November 2010.)

Die Heilung einer Sucht geht häufig langsam voran. Begegnen Sie als Führungsbeamter der Kirche dem Betreffenden mit Zuversicht und verurteilen Sie ihn nicht, wenn er einem alten Verlangen nachgegeben hat. Derjenige, der mit einer Sucht zu kämpfen hat, fühlt sich wahrscheinlich unwürdig und ist entmutigt, was dazu führen mag, dass er nicht mehr zur Kirche kommt. Wenn man diesen Menschen sofort besucht, ihm Mut macht und ihn aufrichtet, kann ihm das helfen, von der Sucht loszukommen. Vermitteln Sie Hoffnung und Mut, besonders wenn das Mitglied mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat (siehe Verkündet mein Evangelium!, Kapitel 10, Seite 218ff.).

Sie können auch vor Ort mit einer Niederlassung des Familiendienstes der Kirche (sofern es eine in Ihrer Nähe gibt) zwecks einer kostenlosen Beratung Kontakt aufnehmen. Dort erfahren Sie, wie Sie denen helfen können, für die Sie verantwortlich sind.

Anleitung zum Genesungsprogramm

Führungsbeamte der Kirche können die Anleitung zum Genesungsprogramm für Suchtkranke benutzen, wenn sie mit Mitgliedern arbeiten, die mit einer Sucht zu kämpfen haben. Besprechen Sie die Schritte und Grundsätze während der Besuche, gehen Sie die Abschnitte gemeinsam durch und erledigen Sie die Aufträge aus der Anleitung. Die Anleitung kann einen Rahmen bieten, um Fortschritte bis zur Heilung aufzuzeichnen. In den 12 Schritten werden Grundsätze des Evangeliums aufgegriffen; Mitglieder der Kirche sollen mithilfe des Sühnopfers ihre Sucht überwinden. Nutzen Sie die Anleitung, um Mitgliedern zu helfen, zu Christus zu kommen. Die Anleitung ist als MP3, als PDF, in Blindenschrift oder in gedruckter und broschierter Form in über 20 Sprachen erhältlich.

Treffen für Suchtkranke

Führungbeamte der Kirche können die Mitglieder, die sie beraten, ermutigen, an Treffen für Suchtkranke teilzunehmen. Führungsbeamte der Kirche und andere Mitglieder sind ebenfalls bei den Treffen willkommen und können dem Suchtkranken helfen, sich während des Treffens wohlzufühlen.

Die Treffen sind kostenlos und vertraulich, und man benötigt keine Empfehlung. Während dieser Treffen unterstützen und helfen sich die Mitglieder gegenseitig. Familienmitgliedern, die unter der Sucht eines geliebten Menschen leiden, kommt die Teilnahme an diesen Treffen auch zugute.

Treffen finden Sie, indem Sie auf „Ein Treffen suchen“ klicken. Wenn Sie ein Treffen in Ihrem Gebiet beantragen möchten, nehmen Sie bitte mit der Niederlassung des Familiendienstes der Kirche vor Ort Kontakt auf (in den USA und Kanada) oder mit Ihrem Wohlfahrtsbeauftragen.

 

„Es gibt Hoffnung für den Suchtkranken. Diese Hoffnung kommt durch das Sühnopfer Jesu Christi zustande.“– Elder M. Russell Ballard, Herbst-Generalkonferenz 2010