3. Schritt: Gott vertrauen – Wie Sharon ihre Abhängigkeit von Crystal Meth überwand

3. Schritt: Gott vertrauen

GRUNDSATZ: Fassen Sie den Entschluss, Ihren Willen und Ihr Leben Gott, dem ewigen Vater, und seinem Sohn Jesus Christus, anzuvertrauen.

Beim 3. Schritt mussten wir uns entscheiden. Die beiden ersten Schritte machten uns bewusst, was wir nicht allein schaffen können und was Gott für uns tun muss. Beim 3. Schritt erfuhren wir dann etwas über die einzige Sache, die wir für Gott tun können. Wir können uns dafür entscheiden, uns ihm zu öffnen und ihm unser Leben ganz zu übergeben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und auch unseren Willen, wie unser Leben aussehen soll. Beim 3. Schritt übten wir unsere Entscheidungsfreiheit aus. Eine so wichtige Entscheidung wie diese hatten wir bis dahin noch nie getroffen.

Elder Neal A. Maxwell vom Kollegium der Zwölf Apostel sagte Folgendes über diese höchst wichtige Entscheidung:

„Das einzig wirklich Persönliche, was wir auf Gottes Altar legen können, ist, dass wir unseren Willen ihm unterwerfen. Das ist sehr schwierig, aber diese Lehre ist wahr. Alles andere, was wir Gott geben, wie viel es auch sein mag und wenn wir es auch noch so gut meinen, ist eigentlich nur etwas, was er uns bereits gegeben oder geliehen hat. Wenn wir uns jedoch unterordnen, indem wir unseren Willen im Willen Gottes verschlungen sein lassen, dann geben wir ihm wirklich etwas!“ („Insights from My Life“, Ensign, August 2000, Seite 9.)

Präsident Boyd K. Packer vom Kollegium der Zwölf schilderte seine Entscheidung, seinen Willen Gott zu unterwerfen, und die Freiheit, die diese Entscheidung ihm brachte:

„Die vielleicht größte Entdeckung meines Lebens machte ich – und ohne Frage ging ich damit auch meine größte Verpflichtung ein –, als ich schließlich so viel Vertrauen zu Gott hatte, dass ich ihm meine Entscheidungsfreiheit überließ – ohne Zwang oder Druck, ohne Nötigung, eigenständig und aus freien Stücken. Dabei täuschte ich nichts vor und erwartete nichts weiter als das Recht, diese Entscheidung selbst treffen zu dürfen. Wenn man gewissermaßen die Entscheidungsfreiheit – diese kostbare Gabe, über die es in den heiligen Schriften unmissverständlich heißt, dass sie grundlegend für das Leben an sich ist –, mit den Worten ‚Ich handle, wie du mich heißt‘ hergibt, stellt man fest, dass sie einem gerade dadurch nur noch mehr gehört.“ („Obedience“, Brigham Young University Speeches of the Year, 7. Dezember 1971, Seite 4.)

Als wir den 3. Schritt gingen, wurde uns bewusst, dass der Herr weit mehr zu unserer Genesung beiträgt als wir selbst. Er war es, der das Wunder bewirkte, als wir ihn in unser Leben einließen. Mit dem 3. Schritt entschieden wir uns, zuzulassen, dass Gott uns heilt und erlöst. Wir entschieden uns, ihn unser Leben leiten zu lassen, und dabei war uns natürlich auch bewusst, dass er unsere Entscheidungsfreiheit immer respektiert. Deshalb entschieden wir uns dafür, unser Leben in seine Hand zu legen, indem wir diesem auf Geistigkeit ausgerichteten Genesungsprogramm folgten.

Vielleicht hatten wir uns anfänglich von anderen gedrängt oder sogar gezwungen gefühlt, die Treffen zu besuchen, aber beim 3. Schritt mussten wir uns entscheiden, selbständig zu handeln. Wie erkannten, dass es unsere eigene Entscheidung sein musste, wenn wir unser Leben so weitreichend ändern wollen. Es ging nicht mehr darum, was unsere Eltern getan hatten, was sie jetzt taten oder was sie wollten. Es ging auch nicht mehr darum, was unser Ehepartner, unsere Familie oder Freunde dachten, meinten, getan oder nicht getan hatten. Wir sahen ein, dass wir bereit sein mussten, abstinent zu bleiben – unabhängig von der Meinung und den Entscheidungen anderer. Unsere Bereitschaft war die feste Grundlage für unsere ausgewogene Genesung. Als wir im Buch Mormon lasen, entdeckten wir in Alma 5:13 eine eindrucksvolle Bestätigung für den 3. Schritt: „Sie demütigten sich und setzten ihr Vertrauen in den wahren und lebendigen Gott.“

Bei diesem Schritt fürchteten wir uns sehr vor dem Unbekannten. Was würde wohl geschehen, wenn wir uns demütigten und unser Leben und unseren Willen völlig der Fürsorge Gottes überließen? Viele von uns hatten eine sehr schwere Kindheit erlebt, und wir hatten Angst davor, wieder so verletzlich wie ein kleines Kind zu werden. Durch frühere Erlebnisse waren wir davon überzeugt, dass eine endgültige Verpflichtung nahezu unmöglich war, angesichts der Zustände, mit denen wir überall in dieser Welt konfrontiert sind. Wir hatten schon zu oft erlebt, dass Versprechen nicht gehalten wurden. Wir selbst hatten zu viele Versprechen gebrochen. Das Beste, was einige von uns tun konnten, war, das zu versuchen, was unsere genesenden Freunde uns geraten hatten: „Werdet nicht rückfällig. Geht zum Treffen. Bittet um Hilfe!“ Diejenigen, die die Schritte zur Genesung schon gegangen waren, motivierten uns, diese neue Lebensweise auszuprobieren. Sie warteten geduldig, bis wir bereit waren, die Tür zu Gott nur einen kleinen Spalt weit zu öffnen.

Auch der Herr hat gesagt: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“ (Offenbarung 3:20.)

Zu Beginn waren wir zögerlich und ängstlich. Wir schenkten dem Herrn immer wieder unser Vertrauen und zogen es dann wieder zurück. Wir fürchteten, dass ihm unsere Unbeständigkeit missfallen könnte, und er deshalb seine Unterstützung und seine Liebe von uns zurückziehen könnte. Aber er tat es nicht.

Nach und nach erlaubten wir dem Herrn, uns seine heilende Kraft zu zeigen und die Sicherheit, die darin liegt, seinem Weg zu folgen. Schließlich erkannte jeder von uns, dass wir nicht nur unsere Sucht aufgeben, sondern auch unseren Willen und unser Leben gänzlich dem Herrn anvertrauen mussten. Als wir dies taten, erkannten wir, dass er geduldig mit uns war und auch unsere zögerlichen Anstrengungen, uns ihm in allem zu fügen, annahm.

Unsere Fähigkeit, der Versuchung zu widerstehen, stützt sich inzwischen darauf, dass wir uns beständig dem Willen des Herrn unterwerfen. Wir erklären, dass wir die Kraft brauchen, die uns durch das Sühnopfer des Erlösers zugänglich ist, und wir spüren allmählich diese Kraft in uns, die uns gegen die nächste Versuchung wappnet. Wir haben gelernt, das Leben zu den Bedingungen des Herrn anzunehmen.

Wie Elder Maxwell sagte, ist es alles andere als leicht, sich dem Herrn derart zu unterwerfen. Es erfordert, dass wir uns zu Beginn eines jeden Tages seinem Willen neu weihen, manchmal auch jede Stunde oder sogar von einem Augenblick zum nächsten. Wenn wir dies bereitwillig tun, finden wir die Gnade oder befähigende Kraft, das zu tun, was wir nicht allein schaffen konnten.

Wenn wir uns ständig Gottes Willen unterwerfen, müssen wir weniger Kämpfe ausstehen und unser Leben hat mehr Sinn. Über Kleinigkeiten, wie etwa einen Stau, regen wir uns nicht mehr auf. Wir fürchten unsere Gläubiger nicht mehr. Wir übernehmen die Verantwortung für unser Handeln. Wir akzeptieren und behandeln andere, wie wir gern behandelt werden wollen, so wie der Erlöser uns alle behandeln würde. Unsere Augen, unser Verstand und unser Herz erfassen endlich die Wahrheit, dass das Erdenleben eine Herausforderung ist und uns jederzeit Kummer und Enttäuschung, aber auch Freude und Glück bringen kann.

Jeden Tag unterwerfen wir uns dem Herrn und seinem Willen aufs Neue. Genau das ist es, was die meisten von uns meinen, wenn wir sagen „Einen Tag nach dem anderen“. Wir haben uns entschieden, unseren Eigenwillen und unsere Selbstsucht, die ja zu den Ursachen unserer Sucht gehören, loszulassen und weitere 24 Stunden die Gelassenheit und Stärke zu genießen, die jeder verspürt, der auf Gott, seine Güte, Macht und Liebe vertraut.

 


Umsetzung

Besuchen Sie die Abendmahlversammlung; halten Sie sich den Taufbund vor Augen und erneuern Sie ihn

Wenn man den 3. Schritt geht und Gott in allem vertraut, ist das so, als würde man eine neue Brille aufsetzen und alles mit neuen Augen sehen. Wenn Sie die Entscheidung treffen, Ihren Willen Gott zu übergeben, werden Sie den Trost und die Freude erleben, die man empfindet, wenn man danach trachtet, den Willen des Herrn zu tun.

Die Taufe und das Abendmahl symbolisieren Ihre Liebe und Hingabe für Jesus Christus. Sie geloben, seinen Namen auf sich zu nehmen, immer an ihn zu denken, ihm nachzufolgen und seine Gebote zu halten, „damit sein Geist immer mit [Ihnen] sei“ (Moroni 4:3; siehe auch Moroni 5:2; LuB 20:77,79).

Sprechen Sie mit Ihrem Bischof oder Zweigpräsidenten über Ihre Sucht und Ihren Entschluss, den Willen Gottes zu tun. Setzen Sie alles daran, jede Woche die Abendmahlsversammlung zu besuchen. Hören Sie beim Abendmahlsgebet genau zu und denken Sie über die Gaben nach, die der himmlische Vater Ihnen anbietet. Erneuern Sie dann Ihr Versprechen, seinen Willen für Ihr Leben anzunehmen und zu befolgen, indem Sie vom Abendmahl nehmen, sofern Ihr Bischof oder Zweigpräsident es Ihnen gestattet.

Im Laufe Ihrer Genesung werden Sie feststellen, dass Sie gern zu denen gehören möchten, die dem Sühnopfer des Erlösers Ehre erweisen. Ihnen wird bewusst, dass es tatsächlich so ist: „Für Gott ist nichts unmöglich.“ (Lukas 1:37.)

 

Entschließen Sie sich, Gott zu vertrauen und zu gehorchen; ändern Sie, was Sie ändern können; nehmen Sie hin, was Sie nicht ändern können

Diese Worte, nach einem Gebet von Reinhold Niebuhr, bekannt als das „Gelassenheitsgebet“, können Ihnen bei der Entscheidung helfen, Gott zu vertrauen und ihm zu gehorchen: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Sie können Ihren gegenwärtigen Zustand mit Gelassenheit annehmen, wenn Sie darauf vertrauen, dass Gott Ihnen helfen kann. Sie können mit Gelassenheit akzeptieren, dass Sie zwar keine Kontrolle über die Entscheidungen und das Handeln anderer haben, doch Sie können entscheiden, wie Sie mit jeder Situation umgehen, mit der Sie konfrontiert werden.

Sie können sich mutig dafür entscheiden, dem himmlischen Vater zu vertrauen und gemäß seinem Willen handeln. Sie können Ihren Willen und Ihr Leben seiner Fürsorge übergeben. Sie können sich entscheiden, zu tun, was er möchte, und seine Gebote zu halten.

Vielleicht können Sie nicht alles in Ihrem Leben ändern, aber Sie können etwas an Ihrer Bereitschaft ändern, Gott zu vertrauen und ihm zu gehorchen. Wenn Sie ihm immer mehr vertrauen, werden Sie feststellen, dass er möchte, dass Sie sich an den Plan halten, den Alma „den großen Plan des Glücklichseins“ nannte (Alma 42:8). Sie werden merken, dass selbst in Bedrängnis und Schwierigkeiten „Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Römer 8:28) und auch bei denen, die seine Gebote halten (siehe auch LuB 90:24; 98:3; 100:15; 105:40).

 


Studieren und Verstehen

Die folgenden Schriftstellen können Ihnen beim 3. Schritt helfen. Denken Sie über diese Schriftstellen und Fragen nach, befassen Sie sich damit und halten Sie Ihre Gedanken dazu schriftlich fest. Denken Sie daran, beim Schreiben ehrlich und konkret zu sein.

 

Im Einklang mit dem Willen Gottes

„Versöhnt euch mit dem Willen Gottes und nicht dem Willen des Teufels und des Fleisches; und nachdem ihr mit Gott versöhnt seid, denkt daran, dass es nur in der Gnade Gottes ist und durch sie, dass ihr errettet werdet.“ (2 Nephi 10:24.)

  • Überlegen Sie, was es bedeutet, im Einklang mit dem Willen Gottes zu leben. Denken Sie darüber nach, wie seine Kraft in Ihr Leben kommen kann, wenn Sie sich ihm zuwenden. Wie wäre es für Sie, wenn Sie Gott erlaubten, Ihr Leben zu leiten?

  • Was hindert Sie daran, ihm zu erlauben, Ihr Leben zu leiten?

 

Sich dem Willen Gottes unterwerfen

„Die Lasten, die Alma und seinen Brüdern aufgelegt waren, wurden leicht gemacht; ja, der Herr stärkte sie, sodass sie ihre Lasten mühelos tragen konnten, und sie unterwarfen sich frohgemut und mit Geduld in allem dem Willen des Herrn.“ (Mosia 24:15.)

  • Der Herr hätte Alma und seinem Volk die Lasten abnehmen können, doch stattdessen stärkte er sie, dass sie „ihre Lasten mühelos“ tragen konnten. Beachten Sie, dass sie sich nicht beklagten, sondern sich geduldig und frohgemut dem Willen Gottes unterwarfen. Schreiben Sie darüber, wie demütig man sein muss, wenn man sich eigentlich sofortige Erleichterung wünscht, und dennoch gewillt ist, eine Last zu tragen, die nur allmählich leichter gemacht wird.

  • Was bedeutet es, sich Gott zu unterwerfen? Wie unterwerfen Sie sich?

  • Was empfinden Sie bei dem Gedanken, sich willig und geduldig dem Zeitplan, nach dem der Herr Sie verändern möchte, zu fügen?

  • Wie können Sie den Mut fassen, nicht aufzugeben, bis Sie frei von Ihrer Last sind?

 

Fasten und beten

„Doch fasteten und beteten sie oft und wurden stärker und stärker in ihrer Demut und standhafter und standhafter im Glauben an Christus, sodass ihre Seele mit Freude und Trost erfüllt wurde, ja, bis dass ihr Herz gereinigt und geheiligt wurde, und diese Heiligung kommt zustande, wenn man sein Herz Gott hingibt.“ (Helaman 3:35.)

  • In diesem Vers wird ein Volk beschrieben, das sein Herz Gott hingab. Wie kann das Fasten Ihre Fähigkeit, Ihr Herz Gott hinzugeben und sich der Sucht zu enthalten, stärken?

  • Denken Sie darüber nach, wie wichtig es ist, zu beten, wenn man mit einer Versuchung konfrontiert wird. Schreiben Sie auf, wie das Gebet Ihre Demut und Ihren Glauben an Christus stärkt.

  • Wie stark ist Ihr Wille, Ihr Herz Gott hinzugeben, anstatt der Sucht angesichts der Versuchung nachzugeben?

 

Sich vor Gott demütigen

„Er hat sie befreit, weil sie sich vor ihm gedemütigt haben; und weil sie mächtig zu ihm geschrien haben, hat er sie aus der Knechtschaft befreit; und so wirkt der Herr mit seiner Macht in allen Fällen unter den Menschenkindern, indem er den Arm der Barmherzigkeit zu denen ausstreckt, die ihr Vertrauen in ihn setzen.“ (Mosia 29:20.)

  • Was hält Sie davon ab, „mächtig“ zu Gott um Befreiung zu „schreien“, so wie er es wünscht?

  • Was hielt Sie in der Vergangenheit davon ab, nach dieser Art von Befreiung zu trachten?

  • Wie können Sie lernen, Gott zu vertrauen?

  • Sie müssen sich selbst dafür entscheiden, sich zu demütigen. Der Satan versucht Ihnen vielleicht einzureden, dass Gott zwar anderen hilft, doch Ihnen nicht, denn Sie seien ja hilflos und ein hoffnungsloser Fall. Machen Sie sich klar, dass das nichts als eine Lüge ist. Die Wahrheit ist: Sie sind ein Kind Gottes. Wie kann Ihnen diese Erkenntnis dabei helfen, sich zu demütigen?

 

Die Entscheidung, die Genesung in Gang zu bringen

„Ich [möchte], dass ihr demütig seid und fügsam und sanft seid; leicht zu bewegen; voller Geduld und Langmut; maßvoll seid in allem; eifrig seid im Halten der Gebote Gottes zu allen Zeiten; um alles bittet, dessen ihr bedürft, sowohl geistig als auch zeitlich; und immer Gott Dank zurückgebt für alles, was ihr empfangt.“ (Alma 7:23.)

  • Der 3. Schritt ist eine bewusste Entscheidung. Die Genesung erfolgt durch die Macht Gottes, aber erst, wenn Sie sich entschieden haben, seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ihre Entscheidung öffnet den Kanal dafür, dass seine Macht in Ihr Leben fließen kann. Bedenken Sie, dass Demut, Geduld, Sanftmut und so weiter etwas ist, wofür wir uns bewusst entscheiden. Die Eigenschaft, die in der Schriftstelle zuletzt genannt wird, ist die Dankbarkeit. Wie hilft Ihnen Dankbarkeit dabei, demütig zu sein?

  • Welche anderen Eigenschaften nannte Alma?

  • Welche dieser Eigenschaften fehlen Ihnen?

  • An welchen können Sie heute arbeiten? Was können Sie jetzt tun, um damit anzufangen?

 

Wie ein Kind werden

„Der natürliche Mensch ist ein Feind Gottes und ist es seit dem Fall Adams gewesen und wird es für immer und immer sein, wenn er nicht den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgibt und den natürlichen Menschen ablegt und durch das Sühnopfer Christi, des Herrn, ein Heiliger wird und so wird wie ein Kind, fügsam, sanftmütig, demütig, geduldig, voll von Liebe und willig, sich allem zu fügen, was der Herr für richtig hält, ihm aufzuerlegen, so wie ein Kind sich seinem Vater fügt.“ (Mosia 3:19.)

  • Viele von uns wurden von unseren Eltern oder einem Vormund lieblos behandelt. „Wie ein Kind“ zu werden ist daher eine Herausforderung, und macht vielleicht sogar etwas Angst. Wenn Sie noch ungeklärte Probleme mit einem Elternteil haben, was können Sie dann tun, um Ihre Gefühle für Ihre Eltern von den Gefühlen für Gott zu trennen?

  • Auch wenn Sie vielleicht mit Ihren irdischen Eltern noch Probleme klären müssen, können Sie dennoch Vertrauen zum Vater im Himmel und zum Heiland haben, denn sie sind vollkommene Väter. Warum können Sie dem himmlischen Vater und dem Erlöser vertrauen, wenn Sie ihnen Ihr Leben unterwerfen?

 

Mit Gott sprechen

„[Jesus] kniete nieder und betete: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“ (Lukas 22:41,42.)

  • In diesem Gebet zeigte der Erlöser seine Bereitschaft, sich dem Vater zu unterwerfen. Er tat seine Wünsche kund, doch dann tat er demütig den Willen seines Vaters. Denken Sie über die Segnung nach, dass Sie mit Gott über Ihre Gefühle sprechen können. Inwiefern hilft Ihnen die Erkenntnis, dass er Ihre Vorbehalte, Ihren Schmerz oder was auch immer Sie empfinden, kennt, zu sagen, „Dein Wille geschehe“ und es auch so zu meinen?